LERNTHERAPIE

Es ist bekannt, dass Kinder beim Schuleintritt unterschiedlich weit herangereift sind, körperlich, geistig und sozial. Doch die Schule muss für alle denselben Massstab anwenden. Die Folge ist, dass nicht alle Erstklässler mit den neu gestellten Anforderungen gleich gut zurechtkommen. Es macht unglücklich, wenn wir Kinder sehen, die schon in den ersten Wochen das Gefühl haben, nicht mithalten zu können. Zumeist ist dies jedoch gar nicht eine Frage fehlender Intelligenz. Oftmals fühlen sich diese Kinder noch etwas fremd in der neuen Leistungswelt oder es fehlt ihnen schlichtweg an Interesse. So funktioniert ihre Welt bestens auch ohne Zahlen. In der Lerntherapie werden erst einmal die Persönlichkeit, die soziale Aufgeschlossenheit und die Interessenlage des Kindes erfasst. Danach werden Wege ausgearbeitet, wie die Anforderungen bewältigt werden können, und zwar ohne dass es sich dabei wieder frustriert fühlt. Dieser Weg geschieht meist in enger Zusammenarbeit mit den Eltern, bei Bedarf auch mit der Schule.